Ob jung oder alt: Uns alle fasziniert das schillernde Farbenspiel von funkelnden Oberflächen. Deswegen gibt es ja auch Schüttelkugeln – das Flirren des Schnees ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch beruhigend. Für eine Extraportion Entspannung haben wir einen besonders coolen Trend unter die Lupe genommen: Sie können mit unserer Anleitung Glitzerkugeln selber machen. Lesen Sie hier weiter und lernen Sie den Prozess sowie die Vorteile kennen!

Was sind Glitzerkugeln?

Der wahrscheinlich offensichtlichste Unterschied zwischen Schnee- und Glitzerkugeln ist ihr Inhalt. Bei traditionellen Artikeln rieseln weiße Flöckchen über winterlichen Landschaften – in Calming Jars schweben stattdessen reflektierende Glitzerstückchen. Die Gefäße müssen zudem nicht rund sein: Auch ein Reagenzglas, eine Wasserflasche oder ein Einmachglas stellen geeignete Behälter dar. Dabei steht neben einer schönen Optik als Dekorationsobjekt auf jeden Fall die beruhigende Wirkung im Vordergrund.

Wie der Name bereits vermuten lässt (calming = engl. beruhigend, jar = Glas) dient das Calming Jar vor allem der Ausgeglichenheit. Viele nutzen es jedoch ebenfalls bei Langeweile, für sensorische Bedürfnisse und als ausgefallenen Timer  – und dabei sieht es noch richtig schön aus. Diese besonders beruhigende Glitzer-Variante können Sie wie eine Schneekugel selber machen.

Das Ganze funktioniert so: Beim Beobachten des nach unten sinkenden Glitzers im Wasser können Stress, Anspannung und negative Gedanken fast unmerklich davonziehen. Konzentrieren Sie sich auf den langsam fallenden Glitter, passt sich der Puls oft unmerklich an. Auch der Atem kann sich beruhigen und die Muskeln entspannen. Viele fühlen sich schon nach wenigen Minuten deutlich gelassener.

Diese Wirkung können Sie sich nicht nur zur eigenen Entspannung zwischen wichtigen Meetings zunutze machen. Auch Kinder profitieren ungemein davon. Denn sie können oftmals noch nicht mit vielen großen Emotionen auf einmal umgehen und benötigen dringend einen Fokus, um sie zu ordnen. Dabei kann eine Glitzerkugel selber zu machen und zu beobachten sehr hilfreich sein. So entspannt spricht es sich schon viel ruhiger über emotionale Themen und Sie finden gute Lösungen.

Kurz zusammengefasst:

  • enthalten statt weißer Perlen reflektierende Partikel
  • Beobachten des sinkenden Glitzers reduziert Stress und entspannt
  • einsetzbar als Deko, Anti-Stress-Hilfe, sensorisches Spielzeug und ästhetischer Timer
  • helfen Kindern, große Emotionen zu kanalisieren und zu ordnen
  • bieten Erwachsenen einen kurzen mentalen Urlaub zwischen stressigen Aufgaben
  • können Atem und Puls beruhigen und Muskeln entspannen
  • lenken ab von negativen Gedanken und schaffen einen visuellen Ankerpunkt
  • sind als DIY-Projekt eine kreative Betätigung, die selbst beruhigend und unterhaltend ist

Anleitung zum Glitzerkugel-Selber-Machen

Das Glitzerkugel-Selber-Machen ermöglicht Ihnen die Kreation eines beruhigenden Raums, den Sie nach Belieben gestalten können. Sie entscheiden, welche Elemente hineingehören: Ein Behälter, Wasser, Bindemittel und Glitter bilden die Basis. Doch mit verschiedenen Extras wie unterschiedlichen Glitzerarten oder Dekorationselementen wird jedes Calming Jar ein individuelles Kunstwerk. Ob als kreative Auszeit oder persönlicher Fokuspunkt – genießen Sie es, Ihre einzigartige Wohlfühlkugel zu basteln.

Für ein Calming Jar benötigen Sie:

  • ein sauberes, verschließbares Glas, eine Plastikflasche oder ein Reagenzglas mit Gummi- bzw. Glasstopfen
  • 4 Teile heißes Wasser (sauber: destilliert oder abgekocht)
  • 1 Teil Glitzerkleber oder Glitzerstaub (durch den Kleber sinkt der Glitter langsamer zu Boden als der pure Streuglitzer)
  • ggf. etwas Bindemittel (Kleber, Glycerin, Babyöl)
  • Messbecher mit Ausgießer oder Trichter für gezieltes Befüllen
  • Rührbesen oder Gabel
  • ggf. Wasserfarbe
  • Heißkleber oder wasserfester Sekundenkleber für Verschluss/Inhalt am Deckel

So zaubern Sie ein Beruhigungsglas:

  1. Geben Sie 4 Teile heißes Wasser, 1 Teil Glitzerkleber oder Glitterpartikel sowie ggf. ein bisschen Wasserfarbe in den Messbecher. Nutzen Sie Glitzerpulver, dann fügen Sie Ihr Bindemittel in kleinen Teilen hinzu.
  2. Verrühren Sie alles gut mit dem Schneebesen oder der Gabel.
  3. Testen Sie, ob die Glitzerbewegung für Sie zu schnell oder langsam ist. Für eine schnellere füllen Sie Wasser, für eine langsamere mehr Bindemittel ein.
  4. Gießen Sie die funkelnde Flüssigkeit in das saubere Glas.
  5. Fügen Sie Ihre persönliche Note (Figuren, LEDs, etc.) hinzu. Kleben Sie diese ggf. an die Innenseite des Deckels, wenn sie nicht schwimmen sollen.
  6. Bestreichen Sie den Deckelrand mit wasserfestem Kleber und verschließen Sie dann das bis oben gefüllte Glas fest.

Vorsicht: Luftbläschen entstehen, wenn das Glas nicht bis ganz oben gefüllt ist. Rühren Sie also lieber etwas zu viel Flüssigkeit an und stellen Sie sicher, dass diese bis zum Rand reicht. Übrigens: Wenn das Beruhigungsglas lange Zeit steht, kann der Inhalt verklumpen. Schütteln Sie dann einfach das Gefäß, bis sich alles wieder frei bewegt.

Noch mehr Bastelanleitungen und Tipps gefragt? Dann stöbern Sie durch unsere Blogbeiträge:

So erleben Sie maximale Entspannung

Ein Kernaspekt Ihrer selbstgemachten Glitzerkugel ist der beruhigende, therapeutische Effekt. Dieser wird stark von der Konsistenz der schwebenden Partikel beeinflusst. Wie eben schon erwähnt, können Sie die Sinkgeschwindigkeit durch Anpassung mit Glycerin oder Babyöl variieren. Ein langsames, sanftes Wirbeln verlängert Ihre Beobachtungs- und damit Entspannungszeit, doch Vorsicht: Zu viel Bindemittel und der Glitter bleibt zu lange in der Schwebe. Geben Sie am besten nach und nach ein paar Tropfen hinzu und testen Sie das Verhältnis durch Verrühren aus.

Die Farbwahl spielt eine entscheidende Rolle für das, was Psychologen als „farbpsychologische Wirkung“ bezeichnen. Kühle Töne wie Blau, Grün, Lila und Türkis sowie sanfte Pastellnoten sind dafür bekannt, beruhigende Eigenschaften zu besitzen. Wenn Sie also eine Glitzerkugel selber machen, beeinflussen sowohl die Farbe des Wassers als auch die des Glitters das visuelle Erlebnis und damit auch die emotionale Reaktion.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind zusätzliche Elemente im Calming Jar, die Ihre Verbindung und Freude daran verstärken. Das können, wie oben bereits erwähnt, Figuren sein, die eine persönliche Bedeutung für Sie haben – beispielsweise Ihr Lieblingstier oder eine Miniatur Ihres Lieblingscharakters aus Serie, Film oder Buch. Diese Inhalte bereichern nicht nur das visuelle Spektakel im Glas, sondern wecken auch positive Emotionen und Erinnerungen beim Betrachter. So wird das Glitzerkugel-Selber-Machen zu einem ganz individuellen Projekt. Dazu im Folgenden mehr.

Wie machen sie das Glitzerglas zu etwas ganz Besonderem

Wenn Sie Glitzerkugeln selber machen, erschaffen Sie nicht nur ein visuell ansprechendes Objekt. Sie kreieren auch einen emotionalen Ankerpunkt, der Ihnen in stressigen Momenten eine kleine Auszeit bietet. Fügen Sie also Elemente hinzu, die Ihnen persönlich viel bedeuten. Hier ein paar Ideen von uns:

  • Lichteffekte: Integrieren Sie wasserfeste LED-Lichter oder fluoreszierenden Glitzer, um ein zauberhaft leuchtendes Spektakel zu erschaffen.
  • Beruhigende Elemente: Fügen Sie schwebende Buchstaben, Perlen oder Ringe hinzu, deren sanftes Anstoßen im Glas eine zusätzliche beruhigende Wirkung entfaltet.
  • Mindfulness-Botschaften: Inkorporieren Sie Achtsamkeits-Erinnerungen durch kleine im Behälter schwebende laminierte Notizen oder beschriftete Außenflächen.
  • Fotografische Ruhepole: Wählen Sie Fotos von beruhigenden Naturmomenten wie Sonnenuntergängen oder Ozeanen als visuelle „mental vacation“ im Alltag.

Bezüglich der Form Ihres Glitzerglases sind Ihrer Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Sie können verschiedenste Gefäße in Betracht ziehen, von Marmeladen- und Reagenzgläsern, über Weihnachtskugeln, bis hin zu speziellen Formen wie Tieren oder Herzen aus Glas. Zudem muss das Material nicht zwangsläufig Glas sein: Auch Varianten aus Plexiglas oder Plastik können reizvoll sein und bieten je nach Kontext ihre eigenen Vorteile.

Entspannungsübungen mit einem selbstgemachten Glitzerglas

Wenn Sie nun ein Calming Jar gebastelt haben, müssen Sie es natürlich auch noch richtig anwenden. Das ist gar nicht schwer und mit der Zeit werden Sie immer schneller die entspannende Wirkung feststellen können.

Nehmen Sie in Stresssituationen Ihr Glitzerglas, Galaxy Glass, Schüttelglas, Traumkugel oder für welche Variante auch immer Sie sich entschieden haben, zur Hand. Bei kleinen Kindern ist eine dünne, weiche Plastikflasche ideal. Diese schütteln Sie entweder kräftig durch oder schwenken sie sanft hin und her und stellen sie anschließend auf den Kopf.

Nun können Sie den herab rieselnden Glitzer beobachten, der im Licht funkelt. Dabei sollten Sie versuchen, sich ausschließlich auf diesen zauberhaften Effekt zu fokussieren und auf eine gleichmäßige, tiefe Atmung zu achten. Fällt es Ihnen schwer, sich zu konzentrieren oder Ihre Gedanken schweifen ab? Dann verfolgen Sie ein einzelnes Partikel mit den Augen.

Stellen Sie sich beim Beobachten vor, dass der bewegte Glitzer Ihre Gedanken und Gefühle sind. Diese sinken gleichzeitig mit den Partikeln langsam herab, bis Sie ruhig am Boden liegen. Übrigens: Am besten funktioniert diese Entspannungsübung, wenn Sie sich in einer ruhigen Umgebung befinden, oder andere Geräusche durch Kopfhörer ausblenden.

Schon nach wenigen Minuten werden Sie feststellen, dass die Last auf Ihren Schultern ein kleines bisschen leichter ist. Und Sie können nun mit etwas klarerem Kopf wieder Gespräche führen oder neue Tagesziele setzen.

Weiterführende Links
www.preschoolinspirations.com/6-ways-to-make-a-calm-down-jar
www.99designs.de/…/farben-bedeutung-design/
www.instructables.com/Illuminated-Calming-Jar/