Es ist einfach eine Wohltat für Körper und Geist: Ein warmes Bad genießen wohl die meisten. Doch wissen Sie, wie Sie es noch besser machen können? Indem Sie ganz einfach Ihre Badekugeln selber machen. Wir verraten Ihnen in diesem Beitrag, wie das gelingt, was Sie beachten müssen und teilen unsere drei Lieblingsrezepte. Machen Sie es sich gemütlich und tauchen Sie ab in die Welt der Entspannung!

Warum Sie Badekugeln selber machen sollten

Es gibt sie in unzähligen Varianten in fast jeder Drogerie, Parfümerie, ja teils sogar im Supermarkt zu kaufen – also warum sollten Sie Badebomben selber machen? Auf diese Frage gibt es mehr als eine Antwort, denn das Selbstherstellen bringt viele Vorteile mit sich. So können Sie zum einen natürlich die Zutaten genau kontrollieren, was gerade für Allergiker ein großer Vorteil ist. Aber auch Ihre Haut wird sich darüber freuen, schließlich können Sie völlig auf unnötige Chemikalien, Konservierungsstoffe und Co. verzichten.

Zudem ist das Selbstherstellen in vielen Fällen auch nachhaltiger – vor allem dann, wenn die Alternative eine einzeln in Folie verpackte Badebombe gewesen wäre. Und auch Ihre Geldbörse wird geschont, denn die kunterbunten Badekugeln sind in der Regel deutlich teurer als die einzelnen Zutaten, die wir für unsere Rezepte verwenden. Übrigens: Wenn Sie mehr zu den Vorzügen der Badezusätzen erfahren wollen, lesen Sie doch unseren Beitrag dazu!

Sind Sie immer noch nicht überzeugt? Dann vielleicht jetzt: Selbstgemachte Badekugeln können Sie ganz einfach personalisieren. So bringen Sie Ihr Lieblingsaroma in das warme Nass und lassen das Baden zu einem Genuss für alle Sinne werden. Zudem entscheiden nur Sie, ob es sprudeln und schäumen soll oder nicht. Und wenn Sie einige Rezepte ausprobiert haben, machen Sie doch auch Ihren Liebsten eine Freude – denn ist nicht ein individuelles Wellnesserlebnis immer das perfekte Geschenk?

Badebomben DIY: So gelingt die Eigenproduktion

Sie haben sich dafür entschieden, Ihre Badekugeln selber zu machen? Dann wollen wir Ihnen gleich unsere vier Lieblingsrezepte vorstellen. Doch bevor es losgehen kann, fragen Sie sich sicherlich, welches Zubehör Sie brauchen und welche Tricks es zu beachten gilt. Wir stellen Ihnen beides vor!

Eine Badekugel liegt auf einem Handtuch. Davor liegt etwas Badesalz und eine Kerze

Foto: © Burst, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0, Quelle: Pexels.com

Damit das Badekugel selber Machen gelingt: Zubehör

Für die ersten Versuche im Badekugeln selber Machen brauchen Sie nicht viel Zubehör. Wichtig ist eine Küchenwaage, um die Zutaten genau abzuwiegen, einige kleine und große Schüsseln, Löffel und gegebenenfalls ein Handrührer. Mit diesen wenigen Helfern schaffen Sie schon die perfekte Masse für ein entspannendes Bad.

Danach geht es daran, die Kugeln richtig zu formen. Wollen Sie sich erst einmal ausprobieren, müssen Sie dafür nicht gleich die spezifischen Formen kaufen. Stattdessen können Sie die Masse auch einfach in Muffin- oder Plätzchenförmchen pressen. Am besten eignen sich dafür Silikonvarianten, denn daraus können Sie die Badezusätze am einfachsten entnehmen.

Haben Sie in der Herstellung aber vielleicht sogar Ihr neues Hobby entdeckt, ist es Zeit zum Aufrüsten. Die gute Nachricht: Viel mehr Zubehör brauchen Sie gar nicht. Aber die Badebomben-Formen sind wohl eine sinnvolle Investition. In der Regel bestehen sie aus zwei Kugelhälften, in welche die Masse gegeben werden kann und die anschließend zusammengepresst werden. So entstehen perfekt runde Exemplare!

Auf einem Schneidebrett wurden blaue Badekugeln geformt und geschnitten

Foto: © cottonbro, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0, Quelle: Pexels.com

Tipps und Tricks bei der Herstellung

Haben Sie das passende Zubehör und auch die Zutaten schon beisammen, wollen wir Ihnen an dieser Stelle noch ein paar Tipps und Tricks mit auf den Weg geben. Befolgen Sie diese gelingt die Eigenproduktion sicherlich im Handumdrehen!

  • Übung macht den Meister! Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn die ersten Versuche nicht gleich gelingen. Vor allem das Formen bedarf in der Regel immer etwas Übung.
  • Experimentieren Sie! Nehmen Sie unsere Badebomben-Rezepte als eine Art Basis und trauen Sie sich auch, verschiedene Zutaten auszutauschen – nur so finden Sie die perfekte Rezeptur für sich selbst.
  • Bringen Sie Geduld mit! Nehmen Sie sich Zeit, wenn Sie Badekugeln selber machen und mixen, rühren und kneten Sie ruhig etwas länger, als das Rezept verlangt.
  • Lassen Sie sich nicht irritieren! Es kommt nicht selten vor, dass die fertige Mixtur eher trocken und schlecht formbar wirkt – geben Sie dennoch nicht sofort Flüssigkeit hinzu. Durch das Pressen gelingen die meisten Varianten erst und die zusätzliche Flüssigkeit würde sie klebrig machen.
  • Die richtige Technik! Wollen Sie Badebomben-Formen benutzen, sollten Sie diese immer horizontal zusammenfügen und nicht versuchen, die eine auf die andere aufzustülpen. Dadurch würde ein Großteil der Füllung schon verloren gehen.

Nach diesen grundlegenden Tipps noch ein abschließender Hinweis, der sich auf alle Badekugeln anwenden lässt: Wollen Sie ein besonders rundes, festes Ergebnis erzielen, füllen Sie die Formen zu Beginn nur halb voll. Sprühen Sie dann etwas Wasser auf, drücken die Masse ganz fest und geben dann das nächste bisschen Mixtur hinzu. Wiederholen Sie das Ganze so lange, bis die Formen randvoll sind und besprühen Sie dann vor dem Zusammenfügen noch einmal beide Hälften mit etwas Wasser. So können Sie auch ganz einfach zwischen Farben wechseln.

Pflegend: Honig-Milch-Badebombe DIY

Beginnen wir mit einem einfachen und doch sehr eindrucksvollen Rezept, bei dem eine herrlich pflegende Glitzer-Badebombe entsteht. Unsere Grundzutaten sind hierbei Milch und Honig. Beide Produkte sind für ihre feuchtigkeitsspendende, beruhigende Wirkung auf die Haut bekannt. Auch ein Anti-Aging-Effekt wird ihnen nachgesagt. Wenn das keine Gründe sind, einmal eine solche Badekugel auszuprobieren.

Zutaten für die Honig-Milch-Badebombe:

  • 260 g Natron
  • 125 g Zitronensäure
  • 75 g Kakaobutter
  • 65 g Milchpulver
  • 25 g Honigpulver
  • 10 g Duftöl nach Vorliebe
  • 2 TL Bio-Glitzer in Gold
  • 1 TL Polysorbat 80 (gibt es online oder in der Apotheke)

Und so geht’s:

  1. Schmelzen Sie zu Beginn die Kakaobutter entweder in einem Wasserbad oder direkt in der Mikrowelle und lassen Sie sie danach für etwa 10 Minuten wieder etwas abkühlen.
  2. Geben Sie danach das Polysorbat sowie das Duftöl (alternativ auch ätherisches Öl) hinzu.
  3. Vermischen Sie in einer separaten Schüssel das Natron mit der Zitronensäure und geben Sie anschließend das Milch- und Honigpulver sowie den Glitzer hinzu. Rühren Sie solange, bis alles ebenmäßig verteilt ist.
  4. Kneten Sie nun die feuchten Zutaten in die trockenen – es sollte sich zum Schluss ein wenig wie leicht nasser Sand anfühlen.
  5. Füllen Sie die fertige Mischung nun wie oben beschrieben in die gewünschten Formen und drücken Sie sie fest hinein.
  6. Entnehmen Sie die Badebomben und legen Sie sie auf etwas Backpapier. Lassen Sie sie nun für mindestens 24 Stunden aushärten.

Tipp! Wenn Sie die selbstgemachten Badekugeln noch eindrucksvoller gestalten wollen, geben sie einfach etwas Bio-Glitzer vorher in die Formen. Dieser bildet dann tolle Muster auf der fertigen Badebombe. Alternativ können Sie die Badebomben auch abschließend ganz leicht an der gewünschten Stelle anfeuchten und dort noch etwas Glitter aufstreuen.

Entspannend: Lavendel-Badekugeln selber machen

Haben Sie gerade eine besonders stressige Zeit vor sich und suchen nach einer Variante, die etwas Entspannung in Ihren Alltag bringt? Dann sollten Sie unbedingt unsere Lavendel-Badekugeln selber machen. Schließlich ist das Kraut für seine beruhigende und gleichzeitig pflegende Wirkung auf Körper und Geist bekannt.

Das brauchen Sie:

  • 130 g Natron
  • 50 g Zitronensäure
  • 30 g Speisestärke
  • 1 EL Kokosöl
  • 1 TL Polysorbat 80
  • Ca. 20 Tropfen ätherisches Öl Lavendel
  • Optional: Blaue und rote Lebensmittelfarbe, violetter Bio-Glitter

Und so funktioniert es:

  1. Mixen Sie zunächst das Natron, die Zitronensäure und die Speisestärke zusammen – es sollten keine Klumpen zurückbleiben.
  2. Lassen Sie dann das Kokosöl flüssig werden und geben Sie es zu der Mischung hinzu.
  3. Anschließen mischen Sie sowohl das Polysorbat 80, als auch das ätherische Öl mit unter.
  4. Wollen Sie die Badebomben noch violett einfärben, geben Sie nun die Lebensmittelfarbe hinzu, bis Sie die gewünschte Nuance erreicht haben. Auch den Bio-Glitzer können Sie nun einstreuen.
  5. Ist die Mischung noch zu trocken, tropfen Sie ein wenig Wasser hinein.
  6. Kneten Sie dann alles gut zusammen und drücken Sie die Masse in die Formen.
  7. Entnehmen Sie sie wieder und lassen Sie sie am besten für einen Tag trocknen.

Tipp! Um das Bad noch gemütlicher zu gestalten, können Sie auch getrocknete Lavendelblüten mit in die Masse geben. Das verleiht nicht nur der Badekugel, sondern auch dem Wasser einen außergewöhnlichen Look. Nur beim Ablassen dessen müssen Sie etwas aufpassen, dass die Blüten nicht mit in den Abfluss geraten. Hier besteht ansonsten Verstopfungsgefahr.

Vitalisierend: Kaffee-Badebombe für zu Hause

Vor allem in der kalten Jahreszeit brauchen Sie manchmal einen kleinen Tritt, um richtig in Gang zu kommen? Dann ist dieses Rezept perfekt für Sie! Denn zu einem warmen Bad, dass den ganzen Körper anregt, kann wohl kaum jemand nein sagen – und genau das passiert, wenn Sie Kaffee-Badekugeln selber machen. Probieren Sie es aus!

Das sollten Sie parat haben:

  • 130 g Natron
  • 50 g Zitronensäure
  • 25 g Milchpulver
  • 2 EL Instantkaffeepulver
  • 2 TL Jojoba- oder Kokosöl
  • Etwas Wasser
  • Ggf. etwas goldener oder brauner Bio-Glitter

So gelingt die Kaffee-Badebombe:

  1. Vermischen Sie zunächst das Natron mit dem Milch- und Instantkaffeepulver.
  2. Schmelzen Sie das Öl wenn nötig und geben Sie es dann langsam zu den trockenen Zutaten. Lassen Sie sich von dem entstehenden Sprudeln nicht irritieren.
  3. Kneten Sie nun alles gut zusammen. Haften die Zutaten noch nicht ganz aneinander? Dann geben Sie ruhig einen Teelöffel Wasser hinzu.
  4. Wenn es gewünscht ist, können Sie jetzt auch den Bio-Glitter mit untermischen.
  5. Drücken Sie nun die Masse in den Badebomben-Formen.
  6. Entnehmen Sie sie vorsichtig und lassen Sie gut austrocknen.

Unser Gestaltungstipp! Auch hier können Sie natürlich mit kleinen Dekorationen arbeiten. So können Sie beispielsweise eine Kaffeebohne mit in die Kugel drücken oder die Badezusätze besonders originell verpacken. Eine Kaffeedose oder auch ein kleiner Jutesack eignen sich dafür hervorragend und passen zu dem originellen Geschenk.

Fazit: Badekugeln selber machen – fast schon ein Kinderspiel!

Sie haben es wahrscheinlich schon gesehen: Aber alle unsere Rezepte ähneln sich in den Grundzutaten. Darum ist es auch gar kein Problem, wenn Sie hier und da einmal etwas experimentieren. Nutzen Sie zum Beispiel ein anderes Öl oder wechseln Sie einmal den Duft – so verleihen Sie ihnen ganz schnell Ihre persönliche Note.

Und auch bei der Gestaltung sind Ihnen keine Grenzen gesetzt. Arbeiten Sie mit verschiedenen Lebensmittelfarben, um Ihren Badebomben eine kreative Note einzuhauchen. Falls Sie mit den flüssigen Varianten arbeiten, müssen Sie dabei nur beachten, die restliche Flüssigkeit etwas zu reduzieren. Und auch Glitzer sowie getrocknete Kräuter verleihen jeder Badekugel einen ganz besonderen Look. Probieren Sie sich einfach aus!

Quellen
www.fitasamamabear.com/why-how-to-make-your-own-bath-bombs/
www.countryhillcottage.com/diy-moisturising-bath-bombs-recipe/
www.tweakandtinker.net/how-make-bath-bombs/
wwww.beautycrafter.com/coffee-bath-bombs/