Haben Sie mal wieder richtig Lust auf ein entspannendes Vollbad mit Badebombe, einem guten Buch und einer Extraportion Glamour? Dann sollten Sie unbedingt sprudelnde Badezusätze mit Glitzer ausprobieren! Was diese bringen, welche Arten es gibt und wie sie diese richtig anwenden, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag. Lesen Sie selbst!

Für mehr Extravaganz in der Wanne – Badebombe mit Glitzer

Badebomben, Badepralinen, Badetrüffel, Badewürfel, Badefizzer, Badeeier und auch Badekugeln sind allesamt feste Badezusätze, die in ein Vollbad gegeben werden. Die Varianten solcher Zusätze reichen von großen und kleinen Kugeln, über Motivformen wie Sterne und Herzen bis hin zu Tabletten und winzigen Rechtecken. Damit lassen sich je nach Zusammensetzung geschmeidige Cremebäder, pflegende Ölbäder und fluffige Schaumbäder zaubern.

Während das Sprudelbad einer Badebombe für aufregende Farb- und Glitzereffekte sowie eine Menge Schaum bekannt sind, enthalten z.B. Badepralinen oft pflegende Öle und erzeugen keine Bläschen. Doch was genau haben die Glitzerpartikel darin zu suchen? Da die aufgezählten Zusätze meist schon optisch viel hermachen und Sie sehr gern für Stressabbau und Entspannung eingesetzt werden, sind sie eine perfekte Geschenkidee. Denn wer – der Besitz einer Badewanne vorausgesetzt – freut sich nicht über solch eine Aufmerksamkeit?

Damit auch beim Baden alle Sinne angeregt und Achtsamkeit geübt werden kann, lenkt Glitzer das Auge auf die Wasseroberfläche. Durch dieses unangestrengte und aufmerksame Beobachten der im (Kerzen-)Licht funkelnden Partikel, fahren wir ganz automatisch herunter und lassen den Alltagsstress hinter uns. Zudem wird immer öfter biologisch abbaubarer Glitter aus nachwachsenden Rohstoffen in Badebomben verwendet, der unbedenklich mitsamt dem Badewasser heruntergespült werden kann.

Eine Frau liegt in einer Badewanne gefüllt mit einem Schaumad

Foto: © cottonbro, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0, Quelle: Pexels.com

Wann ein Bad mit Zusätzen sinnvoll ist

Wir möchten in diesem Beitrag vor allem über die entspannenden Effekte von schäumenden Badebomben eingehen, aber auch allgemeine Tipps zur Verwendung von festem Badezusatz geben. Denn, richtig angewendet, bieten sich Ihnen bei solch einem Bad einige Vorteile:

  • die Muskeln entspannen (durch die Wärme des Wassers)
  • die Sinne anregen (dank wohltuenden Düften und im Wasser schwimmenden Glitzer)
  • den Alltagsstress abfallen lassen (da man Achtsamkeit übt und Zeit mit sich allein hat)
  • die Haut pflegen (durch die enthaltenen Öle)
  • den Schlaf verbessern (da sich Muskeln entspannen, Stress abbaut sowie das Ritual des Badens beim Ein- und Durchschlafen helfen kann)

Warme Bäder wirken entspannend auf unsere Körpermuskulatur, können Erkältungen vorbeugen und sogar manche Hautprobleme verbessern. Diese Effekte lassen sich mit pflanzlichen Fetten, ätherischen Ölen und anderen Pflanzenextrakten noch verstärken. Und mit visuellen Effekten wie üppigem Schaum, faszinierenden Farben und funkelndem Glitzer kommen Sie auf andere Gedanken und üben sich im bewussten Wahrnehmen.

Warum sprudelt eine Badebombe? – Das steckt drin

Während eine Badepraline langsam schmilzt, sprudeln Badebomben stark, sobald sie in Kontakt mit Wasser kommen. Das liegt an dem enthaltenen Natriumhydrogencarbonat (auch als Backsoda bzw. Natron bekannt) oder vergleichbaren Inhaltsstoffen, welche mit einer Säure (meist Ascorbin- oder Zitronensäure) eine Reaktion eingehen. Durch das Wasser reagieren diese beiden, in trockenem Zustand unaufgeregten, Komponenten miteinander: Es bildet sich Kohlensäure. Ja, genau – das Kohlenstoffdioxid freisetzende Sprudelgas, das wir aus Mineralwasser kennen.

Um dichten und festen Schaum zu erzeugen, müssen immer auch Tenside in den Badekugeln enthalten sein. Denn diese stabilisieren die Wasseroberfläche, wodurch die Bläschen in der Flüssigkeit überhaupt halten können. Sie zählen aber auch zu den sogenannten waschaktiven Substanzen, welche die Haut reinigen.

Zudem befinden sich in den Sprudelkugeln auch oft Emulgatoren und Konservierungsstoffe. Emulgatoren machen die enthaltenen Öle mischbar mit dem Wasser – ohne sie würde nach dem Auflösen ein reiner Ölfilm auf der Oberfläche schwimmen. Die Konservierungsstoffe hingegen sorgen für eine lange Haltbarkeit. Auch Duftstoffe, ätherische Öle, Farbstoffe, getrocknete Blüten, Kräuter und natürlich Glitzer können in Badebomben stecken.

So nutzen Sie Badebomben richtig

Bei einem Vollbad sollte die Wassertemperatur idealerweise zwischen 32 und 35 °C warm sein. Wärmere Temperaturen sind für Schwangere und Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen allerdings tabu. Denn bei höheren Gradzahlen erweitern sich die Blutgefäße, was den Blutdruck absenken kann. Wann Sie noch ärztlichen Rat einholen oder auf heiße Bäder verzichten sollten, führen wir weiter unten auf.

Aber auch für nicht-schwangere und herzgesunde Menschen wird von Medizinern lediglich eine Badezeit von 10 bis 20 Minuten empfohlen. Zudem ist die rückfettende Wirkung der enthaltenen Pflegeöle bei 32 °C am optimalsten und das angenehm warme, nicht zu heiße Wasser hat eine beruhigende Wirkung auf die Haut.

Geben Sie die Badebombe am besten erst hinein, wenn die Wanne halb voll ist. So können Sie dem funkelnden Schaum beim Entfalten zusehen und die Wasserhöhe steigt natürlich auch noch an, sobald auch Sie hinein steigen. Nun steht Ihrer Lektüre und dem Lieblingsgetränk nichts mehr im Wege. Nutzen Sie diese Auszeit für sich aber auch einfach mal zum Beobachten des Schaums, des Glitzers und des farbigen Wassers ohne etwas Anderes zu tun. Solch eine Achtsamkeitsübung kann zusätzlich entspannen und die Kreativität anregen.

Badebomben für Babys, Allergiker und Herzkranke – mit Vorsicht genießen

Während die meisten Menschen ein- bis zweimal wöchentlich ohne jegliche Probleme ein glitzerndes und schaumiges Bad genießen können, müssen andere vorsichtiger sein. Verzichten Sie sicherheitshalber auf ein Vollbad mit Badebomben und halten Sie Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt, wenn:

  • Sie Hautverletzungen bzw. -Krankheiten haben
  • Sie schwanger sind
  • Sie Fieber oder einen Infekt haben
  • Sie an einer Herzinsuffizienz leiden
  • Sie hohen Blutdruck haben
  • Sie häufig an Scheideninfektionen leiden
  • Oder Sie schonmal eine allergische Reaktion darauf gezeigt hatten

Nicht gänzlich tabu ist es hingegen, die Haut von Babys mit einem sanften Öl- oder Schaumbad in Form von Badebomben zu pflegen, sofern Sie achtsam dabei sind. Denn an die empfindliche Haut der Säuglinge sollten weder Glitzerpartikel oder Konservierungs- und Duftstoffe, noch ätherische Öle gelangen. Auch sollten Frauen mit häufigem Scheidenpilz oder anderen Infektionen besonderes Augenmerk auf den pH-Wert legen: 3,80 bis 4,50 sind dabei ideal. Ebenfalls besondere Vorsicht sollten Nussallergiker walten lassen, da manchmal Erdnussöl als pflegender Bestandteil in Badebomben verwendet wird.

Das sollten Sie nach dem glitzerndem Schaumbad beachten

Nachdem Sie eine für Sie geeignete, in Ihren liebsten Farben glitzernde Badebombe für sich gefunden und ein erholsamen Vollbad genossen haben, sollten Sie noch ein paar Dinge beachten. Beispielsweise sollten Sie idealerweise auf das Verwenden von Duschgel und Seife direkt danach verzichten. Denn diese können die rückfettende Wirkung der Öle aus Ihrer Badebombe beeinträchtigen. Auch auf ein intensives Abrubbeln mit dem Handtuch sollten Sie verzichten. Besser ist es, wenn Sie sich sanft in ein weiches Tuch einwickeln, so das Wasser aufgenommen wird, die pflegenden Öle aber in die Haut einziehen können.

Damit vor allem nach dem Bad mit einer reichhaltigen Badeperle oder einer glitzernden Badebombe kein Fettrand in der Wanne entsteht, sollten Sie diese nochmals ausspülen. So verhindern Sie nicht nur das Ansammeln von Schmutz, sondern es rutscht auch niemand auf dem Ölfilm aus. Und nun, da Sie alles Wichtige zur Verwendung von Glitzer-Badebomben wissen, wünschen wir Ihnen eine paar wohltuende Auszeit in Ihrer Badewanne.

Quellen
www.smarticular.net/badebomben-selber-machen-zitronensaeure-natron-hausmittel/
www.kurier.at/…/sind-badebomben-schlecht-fuer-den-intimbereich/260.389.261
www.zentraldrogerie.de/…/inhaltsstoffe-badezusaetze/
www.welt.de/…/Wie-gesund-sind-Wannenbaeder.html
www.test.de/…/oelbaeder-w1307/
www.mabyen.com/…/baden-ab-wann-wie-lange-und-womit